Förderung


PV-MIETERSTROM AUF BUNDESEBENE

Strom aus neuen PV-Anlagen mit einer Leistung von bis zu 100 kWp wird mit dem Mieterstromzuschlag bezuschusst, wenn er in dem Wohngebäude, auf dem sich die PV-Anlage befindet, oder im unmittelbaren räumlichen Zusammenhang verbraucht wird. Der Mieterstromzuschlag ist abhängig von der Größe der PV-Anlage und beträgt derzeit zwischen 3,7 und 2,11 Cent je kWh. Darüber hinaus enthält das Mieterstromgesetz weitere Anforderungen an die Messung des Stroms und die Höhe des Strompreises. Die Förderung ist auf ein Volumen von 500 Megawatt neu installierter PV-Leistung jährlich begrenzt. Als Mieterstromanbieter kommen sowohl der Betreiber der Solaranlage (zum Beispiel der Hauseigentümer) als auch ein Dritter (zum Beispiel ein Stadtwerk) in Betracht.

Anspruchsberechtigt sind Betreiber von PV-Anlagen, die nach dem Inkrafttreten des Mieterstromgesetzes in Betrieb genommen werden, soweit die gesetzlichen Voraussetzungen vorliegen. Bestandsanlagen können auch dann keine Förderung erhalten, wenn sie erst zukünftig für ein Mieterstromkonzept genutzt werden. Der Anlagenbetreiber kann für den vor Ort verbrauchten Strom den Mieterstromzuschlag von dem Netzbetreiber verlangen, an dessen Netz die PV-Anlage angeschlossen ist. Der Anspruch besteht neben dem Anspruch auf die EEG-Vergütung oder die Marktprämie für den in das Netz eingespeisten Überschussstrom. Die Förderung muss nicht beantragt werden. Es handelt sich um einen gesetzlichen Anspruch nach dem EEG. Allerdings sind – wie bei allen Ansprüchen nach dem EEG – Melde- und Mitteilungspflichten zu beachten.

MIETERSTROMGESETZ

Downloaden Sie das Gesetz zur Förderung von Mieterstrom und zur Änderung weiterer Vorschriften des Erneuerbare-Energien-Gesetzes hier herunter.

 

SOLARER MIETERSTROM AUF LANDESEBENE

Die hessische Landeregierung machte den Anfang und brachte bereits in diesem Sommer ein Förderprogramm für Mieterstromkonzepte an den Start, das zunächst für bis zu 1.000 Wohneinheiten die Umstellung auf eine hauseigene Stromversorgung vorsieht.

Die Förderung erfolgt gemäß dem „Merkblatt zur Förderung der Umstellung von Wohngebäuden auf eine hauseigene Stromversorgung mit hocheffizienter Kraft-Wärme-Kopplung und erneuerbaren Energien im Rahmen des Pilotvorhabens ‚Mieterstrommodelle“ (Merkblatt als Download) auf Basis der Richtlinie des Landes Hessen zur energetischen Förderung im Rahmen des Hessischen Energiegesetzes (HEG) vom 2. Dezember 2015. Zum Förderangebot gelangen Sie hier.

Nordrhein-Westfalen zog im November 2016 nach und fördert ebenfalls ab sofort die Initiierung solarer Mieterstromangebote. Zum Förderprogramm gelangen Sie hier.

Ab 2017 ist auch der Freistaat Thüringen mit Zuschüssen für Mieterstromprojekte dabei. Mehr Informationen zum thüringischen Förderprogramm Solar Invest finden Sie hier.